Wieder ist etwas Zeit vergangen, und so gibt es auch wieder Neues aus Akimbas Dorf zu berichten. Denn wir konnten dafür sorgen, dass die Bewohner nicht mehr nur auf Matratzen auf dem Fußboden schlafen, wie es schon lange Gang und Gäbe ist. So ist es für sie auch nicht üblich, an einem Tisch zu essen, den es hier gar nicht gibt, sondern die Mahlzeiten auf dem Fußboden einzunehmen.
Für uns wirkt das Ganze befremdlich, doch für die Bewohner des Dorfes ist dies ganz normal. Sie sitzen im Schneidersitz zusammen und essen Hirsebrei und andere natürliche Produkte, die aus eigener Ernte stammen, da sie sich keine gekauften Dinge leisten können. Wir kauften ihnen nun Metallbetten, damit sie wenigstens nachts eine weiche Unterlage haben und etwas komfortabler schlafen.
Weiterhin ließen wir im Bach eine Wasserpumpe mit Schleifringläufermotoren einbauen, die das Wasser in schneller Geschwindigkeit von alleine in den Eimer pumpt, so dass die Frauen keine Kurbeln mehr von Hand drehen müssen. In einem Land wie Somalia ist es üblich, dass die Frauen die ganze Arbeit machen. Sie kümmern sich um Hütte und Haushalt, ziehen die Kinder groß, bereiten das Essen zu und sorgen dafür, dass immer ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Durch die elektrische Wasserpumpe geht dies nun viel schneller, so dass die Frauen mehr Zeit für andere Tätigkeiten haben. Und damit die Kinder auch etwas von unserem Besuch haben, haben wir ihnen eine Schaukel mit Rutsche aufgebaut. Unser Anliegen ist es nun, auch die somalischen Männer zur Arbeit zu bewegen, um ihre Frauen zu unterstützen. Denn nur wer gemeinsam anpackt, kann auch etwas erreichen, wie wir schon erfolgreich bewiesen haben.