Nur wer Bildung erlangt, kann sich weiterentwickeln und im Leben vorankommen, so ist es überall. Doch leider gibt es nicht in jedem Land Möglichkeiten dazu, da in vielen das Geld dazu fehlt, Schulen zu errichten, Schulmaterialien zu kaufen und Lehrer einzustellen.
Auch das Bildungssystem in Somalia ist nicht staatlich organisiert. Die Menschen sind froh, wenn ihre Kinder auf Kinderbettmatratzen schlafen können und falls es zum Unterricht kommt, findet dieser in privaten und religiösen Schulen statt. Auch Bildung in Einrichtungen, die von internationalen Organisationen betrieben werden, ist möglich. Nur ca. 13 % der Jungen und 7 % der Mädchen gehen in die Schule, was vor allem an der allgemeinen Armut und dem Somalischen Bürgerkrieg liegt. Neben dem Erlernen der arabischen Schrift und dem Auswendiglernen vom Koran bieten die Koranschulen (Madrasas) auch eine Minimalbildung an. UNICEF und andere Organisationen sorgen dafür, dass Lehrer ausgebildet werden und immer mehr Kinder mit einer Schultüte in der Hand zur Bildung gelangen können.
Auch wir haben gekämpft und erreicht, dass in Akimbas Dorf eine kleine Schule gebaut wurde, in der nun eine ausgebildete Lehrerin aus Deutschland unterrichtet. Die Kinder gehen strebsam heran und freuen sich über die Unterstützung. Nur durch Bildung ist es ihnen möglich, ihr Leben zu verbessern, den Hunger zu vermeiden und nicht mehr nur arm zu sein. Seit der Unabhängigkeitserklärung von 1991 wurde das Bildungssystem in Somalia ausgebaut, bleibt jedoch weiterhin auf einem niedrigen Stand. Im Jahr 2010 besuchten ca. 30 % der Kinder im Land eine Schule, von denen nur ca. 30 % Mädchen waren. Wir kauften Büroartikel, Tische, Stühle und Bänke, um den Kindern in Somalia zu helfen. Die Regierung des Landes möchte die Sekundarschulbildung in Zukunft kostenlos machen und auch die Löhne von Lehrern erhöhen. Zweifelhaft bleibt, ob das Bildungssystem diese erhöhten Kosten überhaupt tragen kann. Wir können es nur hoffen!